
Finnen mit System
Der Oberösterreicher Jürgen Aichinger hat die Surf- und Wellenreitdestinationen dieser Welt als Absatzmärkte seiner Produktinnovation erspäht. Das dreiteilige Finnensystem verspricht angehenden Wellenpflügern und Genusssurfern, die ihre wilden Boarderjahre schon hinter sich haben, ein sicheres, das Material schonendes, und damit kostengünstiges Surfvergnügen. Die Finne ist der für die Lenkung des Brettes und eine stabile Fahrt unerlässliche, flossenartige Fortsatz an der Unterseite des Bretts. Handelsübliche Finnensysteme haben den Nachteil, dass die ins Brett gesteckten und verankerten Finnen bei Kollisionen, z. B. mit Riffen, brechen, verloren gehen bzw. das Brett beschädigen. Jürgen Aichingers einfach handhabbares und mit einer Ski-Sicherheitsbindung vergleichbares System beugt dem vor. Ein aus zwei Materialkomponenten gefertigter Bolzen mit Sollbruchstellen verhindert Finnenbruch, Schäden am Board und den Verlust des Finnenblattes. Nach einer Kollision ist kein Neukauf einer teuren Finne mehr notwendig, die alte Finne braucht nur mit einem frischen Bolzen bestückt werden – und der Surfspaß geht weiter. Jürgen Aichinger ist zuversichtlich, gerade durch das Refill-Konzept seines Finnen-Systems am weltweiten Surfsportmarkt reüssieren und den neu entwickelten Mechanismus auch für andere Sportarten nutzbar machen zu können.
juergen.a@mac.com
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Ökologischer Schuhabdruck
Allein im deutschen Sprachraum landen jährlich etwa 500 Millionen Paar Schuhe auf dem Müll. Der Großteil davon wurde in Asien gefertigt. Die Kunststoff-Sohlen enthalten umwelt- und gesundheitsschädliche Weichmacher, das Gros der Leder wird nach wie vor mit giftigem Chrom VI gegerbt. Den haarsträubenden ökologischen Schuhabdruck zu verkleinern ist erklärtes Ziel des 2008 formierten Salzburger Startups WEXLA. Mit innovativem Design strebt das Team aus Marketingspezialisten und Fachleuten der Schuhbranche die Marktführerschaft im Bereich modisch ansprechender, ökologischer und gesunder Schuhe an. Zum Einsatz gelangen „grüne“ Bio-Kunststoffe auf Zellulosebasis in Verbindung mit dem guten alten Schusterwerkstoff Holz. Ein patentiertes modulares Schuhsystem ermöglicht es, einzelne Komponenten beliebig zu kombinieren bzw. auszutauschen. Zudem ist garantiert, dass ein abgetragener WEXLA-Schuh sortenrein getrennt und der Großteil der Bestandteile rückstandsfrei kompostiert werden kann. Wer WEXLA trägt, schont die Umwelt, tut seinen Füßen Gutes – und hält mit aktuellen Modetrends Schritt. „Wooden Beauty Queen“ heißt ein zur Gänze kompostierbare Designerschuh mit Holzfurnierfußbett und Biokunststoffsohle, in Sachen Gehkomfort gleichauf mit landläufigen Öko-Schuhen, modisch aber um Längen voraus. Dank ins Fußbett gefräster Schlitze, die mit Biokunststoff gefüllt werden, passt sich der „Holzschuh 2.0“ dem bewegten Fuß an und erleichtert den Arbeitsalltag. Erwähnenswert auch die WEXLA Flip-Flops: die gefragten Bio-Schlapfen verwandeln sich, einmal ausgedient, rückstandsfrei zu Humus.





